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Siegburger Fischschützer besuchten Wildlachszentrum Rhein-Sieg

von Hubert Linden


Der Fischschutzverein Siegburg ist Kooperationspartner und damit regelmäßiger Geldgeber beim Betrieb des Wildlachszentrums Rhein-Sieg. Dieses befindet sich auf dem Gelände der Trinkwasseraufbereitung des Wahnbachtalsperrenverbandes in Siegburg-Siegelsknippen. Hier wachsen zur Zeit rund 200.000 Wildlachsbrütlinge heran. Ihre Eltern sind Rückkehrer aus dem Nordatlantik, die im vergangenen Herbst und Winter in der Kontroll- und Fangstation der Sieg am Buisdorfer Wehr in unserer Siegstrecke zum Zweck der künstlichen Vermehrung entnommen wurden.

Am Samstag, 16. Mai 2015 besuchten nun fünfundzwanzig Mitglieder unseres Vereins das Lachszentrum um sich vor Ort die Arbeit, die dort geleistet wird, erläutern zu lassen und einen Blick auf und in die die großen Rundstrombecken zu werfen, in denen die winzigen Lachse, die vor wenigen Wochen hier schlüpften, nun heranwachsen.

Fischwirt Sven Wohlgemut vom Rheinischen Fischereiverband erklärte den Betrieb der Anlage und erläuterte engagiert und fachkundig das Abstreifen der Laichfische, den Erbrütungsprozess der befruchteten Eier und schließlich das derzeitige Heranwachsen der Brütlinge in den Rundstrombecken.

Das Lachszentrum, das im Herbst 2013 eingeweiht wurde, produziert in der zweiten Saison Junglachse aus Siegrückkehrern. Und das sehr erfolgreich, denn die Verlustrate an Lachseiern, die absterben oder Brütlingen, die eingehen, ist verschwindend gering. Das liegt nicht zuletzt am hohen Hygienestandard der hier herrscht. Besucher müssen Plastik-Überschuhe tragen und wer den Raum mit den Rundstrombecken betreten will, muss vorher durch eine Desinfektionsflüssigkeit waten. Wir waren bei unserem Besuch noch rücksichtsvoller und betrachteten die Lachswinzlinge nur von der Besuchertribüne aus, von der wir eine hervorragende Sicht auch auf die aufwändige Technik der Anlage hatten.

Die Lachsbrütlinge sind, wie gesagt, derzeit noch winzig klein. Ein Exemplar wiegt gerade mal 0,3 Gramm. Im frühen Sommer werden sie ein Gewicht von rund einem Gramm erreicht haben und in die Sieg eingesetzt werden. Die Erfahrung der vergangenen Jahre, als die Junglachse überwiegend vom NRW-Erbrütungsstandort Albaum / Sauerland kamen, hat gezeigt, dass Besatzfische in dieser Größe die beste Rückkehrerquote bewirken.

Der bisherige Erfolg des Wanderfischprogramms sind rund 4000 Lachse, die bislang aus dem Nordatlantik in die Sieg heimkehrten und es wurden wertvolle Erkenntnisse über das Leben der Lachse gewonnen um die Wiedereinbürgerungsstrategie laufend zu verbessern. Die Realisierung des eigenen Wildlachszentrums vor Ort markiert einen weiteren entscheidenden Schritt, den Lachs in der Sieg wieder heimisch zu machen, in dem Fluss, in dem er sich Jahrhunderte lang erfolgreich fortpflanzte, bevor der Mensch ihn ausgerottet hat.

Der Besuch in Siegelsknippen bescherte uns faszinierende Einblicke in die künstliche Zwischenvermehrung unserer Lachse und war sehr informativ. 


( Weiteres über das Wildlachszentrum )

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