Anstehende Termine:

Freitagstreff im Vereinshaus

 

 

 

 

 

 

 

Kontakt:


Geschäftsstelle des

Fischschutzvereins  

Siegburg 1910 e.V.

Wahnbachtalstraße 13

53721 Siegburg

Tel. 02241 - 65188

Fax. 02241 - 590646

Email: fsv.siegburg@t-online.de

Büro: Mi. 15.00 bis 18.00 Uhr

 

 

 

Krebskartierung Allner See

 

Im letzten Jahr berichteten wir erstmals vom Edelkrebsprojekt NRW. Der Vorstand des Fischschutzvereins Siegburg 1910 e.V. möchte das Edelkrebsprojekt NRW bei der Kartierung der Edelkrebsbestände in unseren heimischen Gewässern unterstützen.

Die Stadt Hennef und die untere Fischereibehörde haben uns bei der Kartierung der Krebsbestände im Allner See mittels Reusen eine Zustimmung erteilt. In diesem Bericht möchten wir von dem Stand der Kartierungsmaßnahmen am Allner See berichten. Vier Vorstandsmitglieder haben sich durch Teilnahme an Schulungen die entsprechende Qualifikationen angeeignet, um den Fang von Krebsen mit Reusen durchzuführen. Der Fang mittels Reusen ist nur diesen vier Vorstandsmitgliedern

gestattet. Vom Projektleiter des Edelkrebsprojekt NRW, Hr. Dr. Groß erhielten wir sechs Reusen für die Kartierung unseres Stillgewässer. Im Allner See haben wir schon häufig beim Nachtangeln mittels Kopflampe imFlachwasser den einen oder anderen Krebs gesichtet. Wir waren uns nur nicht im klaren, um welche Art es sich dabei jeweils handelt. In der Zwischenzeit sind wir allerdings geübt darin, die einzelnen Krebse zu bestimmen. Hierbeihilft uns auch ein Bestimmungsschlüsselbogen desEdelkrebsprojekt NRW. Die ersten Reusen wurden Anfang Juli im Allner See ausgesetzt. Die ersten Fänge ließen nicht lange auf sich

warten. Im Allner See finden wir häufig den Kamberkrebs vor. Er wird maximal 13 cm groß. Die gefangenen Kamberkrebse haben eine Größe zwischen 6 und 11 cm. Als Köder verwendeten wir tote Köderfische, die an einem Haken in der Reuse befestigt wurden. Der Kamberkrebs ist als der amerikanische Flusskrebs bei uns bekannt und wurde im vergangenen Jahrhundert bei uns eingebürgert. Er ist leicht an den rostbraunen roten Streifen auf den Segmenten des Hinterleibes zu erkennen und ferner an den Dornen an jeder Seite seines Körperpanzers im Bereich der Nackenfurche. Alle gefangenen nicht heimischen Krebsarten werden so wie es die Landesfischereiordnung (LFischVO) fordert dem Allner See entnommen. Die Reusen legen wir im Allner See immer im Bereich des Ufers im Flachwasser aus. Wir möchten alle Angler bitten, die Reusen an Ort und Stelle zu belassen, sofern sie diese entdecken sollten. Das Verwenden der Reusen zum Krebsfang ist nur den geschulten und bei der unteren Fischereibehörde gestattet . Wir sind sehr gespannt, ob wir noch auf andere invasive Krebsarten treffen werden. Nach derzeitigem Stand gehen wir nur von einer Population von Kamberkrebse aus. Dieser zählt zu den Krebspestüberträgern. Er ist eine sehr wanderfreudige Art, die vermutlich auch sehr stark im Siegdelta vorkommt. Hierzu werden wir aber noch berichten.